Das Schweizer Bildungssystem gliedert sich in drei Hauptbereiche:
Obligatorische Schulzeit
Sekundarstufe II
Tertiärstufe
Sekundarstufe II
Nach der 11-jährigen obligatorischen Schulzeit können Jugendliche eine berufliche Grundbildung (Lehre) beginnen. Dies in Form einer dualen Ausbildung, bei der sie im Lehrbetrieb arbeiten, die Berufsfachschule und die Überbetrieblichen Kurse besuchen (3 Lernorte).
Oder sie können sich für eine weiterführende schulische Laufbahn entscheiden, etwa am Gymnasium oder an einer Fachmittelschule (FMS).
Schweizer Bildungssystem
Besonders charakteristisch für die Schweiz ist das duale Modell des Bildungssystems, bei dem praktische Erfahrung im Betrieb und theoretischer Unterricht in der Berufsschule kombiniert werden.
Weiterführende Informationen

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Berufsfachschulen
Grundsätzlich entscheidet der Standort des Lehrbetriebes wo die/der Lernende die Berufsfachschule besucht (Lehrortsprinzip). Ausnahmen sind vorbehalten. Für Fragen diesbezüglich ist das Mittelschul- und Berufsbildungsamt (MBA) zuständig.
Weiterführende Informationen
BFF - Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule Bern
Monbijoustrasse 21, 3011 Bern
Tel. 031 635 28 00
empfang@bffbern.ch
BWZ - Berufs- und Weiterbildungszentrum Lyss
Bürenstrasse 29, 3250 Lyss
Tel. 032 387 89 89
berufsfachschule@bwzlyss.ch
bzi - Bildungszentrum Interlaken
Obere Bönigstrasse 21, 3800 Interlaken
Tel. 033 508 48 48
mailbox@bzi.ch
bfsl - Berufsfachschule Langenthal
Weststrasse 24, 4900 Langenthal
Tel. 062 916 86 66
bfsl@bzl.ch
Höhere Fachschulen (HF)
Berner Bildungszentrum Pflege
Freiburgstrasse 133, 3008 Bern
Tel. 031 630 1414
info@bzpflege.ch
medi; Zentrum für medizinische Bildung
Max-Daetwyler-Platz 2, 3014 Bern
Tel. 031 537 31 31
Fachhochschulen (FH)
Berner Fachhochschule BFH Gesundheit
Murtenstrasse 10, 3008 Bern
Tel. 031 848 35 00
gesundheit@bfh.ch
ZHAW Gesundheit
Katharina-Sulzer-Platz 9, 8400 Winterthur
Tel. 058 934 63 77
studium.gesundheit@zhaw.ch
Brückenangebote richten sich an Jugendliche, die nach der obligatorischen Schulzeit noch keinen passenden Ausbildungsplatz gefunden haben. Sie unterstützen die Jugendlichen dabei, sich auf eine Ausbildung auf Sekundarstufe II vorzubereiten, sei dies eine berufliche Grundbildung (Lehre) oder eine allgemeinbildende Schule.
Weiterführende Informationen
Die berufliche Grundbildung von Assistent/innen Gesundheit und Soziales EBA (AGS) und Fachfrauen/männer Gesundheit EFZ (FaGe) basiert auf dem Prinzip der drei Lernorte:
Lehrbetrieb
Berufsfachschule
Überbetriebliche Kurse (ÜK)
Die ÜK bilden den dritten Lernort und finden in Köniz bei der OdA Gesundheit Bern sowie für AGS auch in Ostermundigen bei OdA Soziales Bern statt. Die ÜK vermitteln berufsspezifische Kompetenzen, sind praxisorientiert und stärken die Handlungskompetenz der Lernenden.
Kurstage
Die Lernenden werden in einem professionellen Umfeld von mehr als 120 Berufsbildenden ÜK begleitet und auf die Anforderungen ihres Berufsalltags vorbereitet.
AGS: 24 Kurstage während 3 Semester
Das letzte Semester der 2-jährigen Ausbildung ist ÜK-frei.
FaGe: 34 Kurstage während 5 Semester
Das letzte Semester der 3-jährigen Ausbildung ist ÜK-frei.
Weiterführende Informationen
Die OdA Gesundheit Bern organisiert für die beruflichen Grundbildungen Fachfrau/mann Gesundheit EFZ (FaGe) und Assistent/in Gesundheit und Soziales EBA (AGS) nebst den Überbetrieblichen Kursen (ÜK) auch das Qualifikationsverfahren (QV, früher Lehrabschlussprüfung oder Examen).
Prüfungsteile
Das QV setzt sich aus verschiedenen Teilen zusammen, wobei die einzelnen Prüfungsteile maximal zwei Mal wiederholt werden können:
Erfahrungsnote Praxis (Kompetenznachweise, KNW)
Erfahrungsnote Berufskenntnisse (Prüfungen in der Schule)
Erfahrungsnote allgemeinbildender Unterricht (Prüfungen in der Schule)
Individuelle Praktische Arbeit (IPA) mit Fachgespräch
Schriftliche Berufskenntnisprüfung (BK)
Allgemeinbildender Unterricht (ABU)
Die Umsetzung der praktischen Teile (KNW, IPA) sowie der BK verantworten für FaGe, FaGe E die OdA Gesundheit Bern und für AGS gemeinsam mit der OdA Soziales Bern.
Weiterführende Informationen
In der Schweiz gibt es zwei anerkannte berufliche Grundbildungen:
EBA-Lehre (Eidgenössisches Berufsattest)
EFZ-Lehre (Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis)
Der wichtigste Unterschied der beiden Grundbildungen Assistentin Gesundheit und Soziales EBA (AGS) und Fachfrau/man Gesundheit EFZ (FaGe) liegt in den Anforderungen und den Möglichkeiten nach dem Abschluss. Die Wahl sollte sich an den individuellen Stärken und Interessen der Jugendlichen orientieren, nicht nur an den schulischen Leistungen.
Ausbildungsdauer und Abschluss
AGS: 2‑jährige Grundbildung, Abschluss Eidgenössisches Berufsattest (EBA)
FaGe: 3‑jährige Grundbildung, Abschluss Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ)
Tätigkeiten und Verantwortungsniveau
AGS: Fokus auf Grundpflege, Alltagsbegleitung, Haushalt, einfache Vitalzeichenkontrollen, keine medizinaltechnischen Verrichtungen.
FaGe: Übernimmt erweiterte Pflege inkl. medizinaltechnische Tätigkeiten (z. B. Verbandswechsel, Medikamentenvorbereitung, Injektionen), umfassende Pflegedokumentation
Anforderungsprofil und Kompetenzniveau
AGS: Praktisch orientiert, stärker auf Unterstützung im Alltag und Haushalt, niedrigere schulische Anforderungen
FaGe: Höheres Fach- und Verantwortungsniveau, verlangt medizinische Grundkenntnisse, analytisches Denken und komplexere Pflegekompetenzen
Perspektiven
AGS: Ein erfolgreicher EBA-Abschluss AGS ermöglicht den Einstieg in die verkürzte EFZ-Lehre als FaGe.
FaGe: Wer das EFZ als FaGe erfolgreich abschliesst, kann sich weiterbilden, z.B. mit der Berufsmaturität oder einem Studium an einer Höheren Fachschule (HF) oder Fachhochschule (FH).
FaGe
Die FaGe-Ausbildung ist eine EFZ-Berufsbildung auf der Sekundarstufe II.
Inhaltliche Ausrichtung
Fokus auf grundlegende Pflege- und Betreuungsaufgaben
Assistenzfunktionen
Eher praxisorientiert
Verantwortungsbereich im Berufsalltag
Übernimmt Aufgaben wie Grundpflege, Begleitung, Assistenz von Pflegefachpersonen
Weniger eigenverantwortliche Führung von Pflegeprozessen
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Gute Basis und Einstieg in den Gesundheitsbereich
Weiterbildungen möglich, z. B. über Spezialfach, Führungsrolle oder Übergang in tertiäre Ausbildung (z. B. HF Pflege).
Pflege HF
Diese Pflegefachpersonen sind Teil der Tertiärstufe (höhere Berufsbildung).
Inhaltliche Ausrichtung
Verantwortlich für Planung, Durchführung und Evaluation von pflegerischen Massnahmen, auch bei komplexeren Fällen
Grössere theoretische Tiefe sowie höhere Verantwortlichkeit
Verantwortungsbereich im Berufsalltag
Übernimmt eigenverantwortlich Pflegeprozesse, koordiniert, evaluiert, arbeitet interdisziplinär
Übernimmt oftmals Verantwortung für komplexere Pflegesituationen
Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten
Die Ausbildung bietet umfangreiche Möglichkeiten für Spezialisierung (z. B. NDS, CAS)
Führungs- oder Lehrtätigkeit, und bildet häufig den «Standard» für Pflegefachpersonen mit grösserem Verantwortungsbereich
Höhere Fachschule (HF)
Die Ausbildung ist praxisorientiert und bietet einen niederschwelligen Zugang, häufig über ein eidgenössisches Fähigkeitszeugnis (EFZ) und Berufserfahrung.
Fachhochschule (FH)
Die Ausbildung setzt in der Regel eine Berufsmaturität voraus und legt den Fokus auf wissenschaftliches Arbeiten und theoretische Grundlagen.
Weiterführende Informationen
Für einen schnellen Überblick über Lehrstellenbörsen, Berufsinformationstage und weitere Events haben wir regionale Übersichtslisten mit Kontakten und Terminen für vier Regionen sowie für überregionale Anlässe im Kanton Bern zusammengestellt.
Weiterführende Informationen
Für FMS- und Gymnasium-Schüler:innen, FaGe EFZ oder andere Berufsabschlüsse EFZ bieten verschiedene Tertiärschulen in Bern und Zürich Infoveranstaltungen für Ausbildungen an Höheren Fachschulen (HF) und Fachhochschulen (FH) an.
Berner Bildungszentrum Pflege (HF)
Pflege
medi; Zentrum für medizinische Bildung (HF)
Aktivierung
Biomedizinische Analytik
Dentalhygienik
Operationstechnik
Radiologie
Rettungssanität
Berner Fachhochschule BFH (FH)
Ernährung und Diätetik
Hebamme
Pflege
Physiotherapie
ZHAW Gesundheit (FH)
Ergotherapie
Weiterführende Informationen
In den weiterführenden Informationen finden Sie Unterrichtsmaterialien sowie Interessenstests für die Berufsorientierung Ihrer Klassen. Die Liste wird stetig ergänzt und weiter ausgebaut.
Weiterführende Informationen
Bestellen Sie kostenlos unsere Berufsbroschüren, Flyer und Give-aways oder laden Sie die Printmaterialien direkt von der Webseite herunter.
Weiterführende Informationen
ÜK-Erlebnistag
Im ÜK-Zentrum Köniz entdecken Lehrer:innen während einem Halbtag die beiden Grundbildungen FaGe und AGS. Der Erlebnistag geeignet sich gut für Kollegiums- und Weiterbildungstage oder Betriebsausflüge.
Berner Bildungstag
Am Stand «Gesundheitsberufe Bern» erhalten Sie praxisnahe Tipps zur Berufsorientierung ihrer Schüler:innen sowie Informationen zu Workshops für ihre eigene Weiterbildung im Bereich Gesundheit.
Nächster Termin: 25. November 2027 in der Festhalle Bern BERNEXPO. Organisiert wird der Anlass vom Berufsverband Bildung Bern.
Weiterführende Informationen
Auf der Plattform myoda stellen Gesundheitsbetriebe Einblicksangebote und Praktika, bzw. Schnuppermöglichkeiten, für 14 verschiedene Gesundheitsberufe bereit:
Grundbildungen
FMS-Ausbildungen
HF- und FH-Ausbildungen
Die Angebote lassen sich nach Beruf, Region, Betrieb und Datum filtern.
Ein Überblick über alle Praktikumstypen finden Sie unter "myoda erklärt".
Weiterführende Informationen
Die nach Postleitzahlen geordnete Adressliste zeigt Lehrbetriebe im Kanton Bern und Umgebung. Sie können die Adressen direkt an Ihre interessierten Schüler:innen weitergeben.
Einblickstage und Praktika zum Schnuppern im Gesundheitswesen werden im Kanton Bern in der Regel über die Plattform myoda organisiert.
Das Jugendprojekt LIFT unterstützt Jugendliche, die aus verschiedenen Gründen zusätzliche Begleitung im Berufswahlprozess benötigen.
Bei Rent a Stift bringen Lernende den Berufsalltag direkt ins Klassenzimmer und ermöglichen so einen authentischen Einblick.
Weiterführende Informationen
Nutzen Sie gemeinsam mit Ihren Schüler:innen die Schnupper‑Videos und Beispiel‑Tagesabläufe. Die Materialien vermitteln, aus der Perspektive von Jugendlichen, einen authentischen Einblick in einen Schnuppertag.
Zusätzlich finden Sie auf jeder Berufsseite Berufsvideos, die Ihren Klassen einen Einblick in die verschiedenen Tätigkeiten zeigen.
Weiterführende Informationen
Lehrstellenportale bieten Ihren Schüler:innen eine gute Übersicht über offene Lehrstellen und ermöglichen eine gezielte Suche nach passenden Lehrstellen und Betrieben.
Weiterführende Informationen
Warum ist Ihre Rolle als Lehrer:in so wichtig?
Mit Ihrer Einschätzungen und Interesse prägen Sie die Berufswahl Ihrer Schüler:innen.
Sie helfen den Jugendlichen, ihre Stärken zu erkennen und passende Berufsfelder zu finden.
Oft sind Sie die erste Ansprechperson, bei Unsicherheit oder Orientierungslosigkeit.
Rendez-vous Job
Gesundheitsberufe im ÜK-Zentrum gemeinsam mit Ihrer Klasse kennenlernen
BAM.LIVE
14 Gesundheitsberufe zum Ausprobieren – für Sie und Ihre Schüler:innen
Berner FaGe-Berufsmeisterschaften
Ein Praxis‑Wettbewerb während der BAM.LIVE, der Ihren Klassen den FaGe‑Beruf näherbringt.
SwissSkills
Ein praxisorientierter Wettbewerb, der Ihren Klassen einen Einblick in den FaGe‑Beruf gibt.
KTGB - Kantonaler Tag der Gesundheitsberufe
Einblick in die Welt der Gesundheitsberufe an 8 Standorten im Kanton Bern
Termin nach Vereinbarung
ÜK-Erlebnistag
Einblick in die überbetrieblichen Kurse AGS und FaGe für Lehrer:innen